22. July 2019
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Lufthygiene

Ohne Luft gibt es kein Leben



Neben Wasser und Nahrung ist die Luft für den Menschen die wichtigste Ressource zum Leben. Was aber passiert, wenn Schadstoffanreicherungen in der Luft so hoch sind, dass sie zu Befindlichkeitsstörungen und Erkrankungen führen können?

Das Fachgebiet der Lufthygiene beschäftigt sich mit der Überprüfung und Bewertung der Luftqualität. Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf dem Gebiet der Innenraumhygiene; bis zu 90% des Tages hält sich der Mensch durchschnittlich in Innenräumen auf. Für das allgemeine Wohlbefinden und im Rahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes spielt daher die Qualität der Innenraumluft eine wesentliche Rolle.

Zahlreiche Quellen können die Qualität der Innenraumluft durch Schadstoffemissionen nachteilig beeinflussen und zu Befindlichkeitsstörungen bis hin zu Erkrankungen der Raumnutzer führen. Oft sind es Bauprodukte, Einrichtungsgegenstände und Verbrauchsmaterialien, die kontinuierlich chemische Stoffe freisetzen und/oder Feuchteschäden, die zu einem Schimmelpilz- und Bakterienwachstum führen. Auch Lüften kann zu Verunreinigungen des Innenraumes beitragen, wenn sich in der Umgebung Schadstoffemittenten befinden.

Häufig wird nach Einzug in Neubauten oder nach Renovierungsmaßnahmen in Innenräumen sowohl im privaten Umfeld als auch im Berufsumfeld über "Unwohlsein", Kopfschmerzen, Reizungen und Trockenheit der Schleimhäufte oder Geruchsbeeinträchtigungen geklagt, die einen beschwerdefreien Aufenthalt in den Räumlichkeiten verhindern. Diese häufig sehr unspezifischen Symptome lassen sich selten einer konkreten Einzelverbindung oder Stoffgruppe zuordnen, so dass eine umfassende Beratung vor jeder Messaufgabe selbstverständlich ist, die die Möglichkeiten und Grenzen der Messtechnik auslotet. Als Bewertungsmaßstab werden die in Gesetzen, Verordnungen und/oder Richtlinien wissenschaftlich festgelegten aktuellen Grenz- Richt- oder Leitwerte herangezogen.