25. Juni 2017
Willkommen im Hygiene-Institut des Ruhrgebiets

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Das Wichtigste in Kürze
Bestimmung von Asbest in Straßenbelägen
Straßenbeläge (Asphalt) bestehen aus Bindemittel (Bitumen/Teer) und Splitt, der aus natürlichen Gesteinen gewonnen wird.

Für die hoch beanspruchten Deckschichten werden häufig Gesteine wie Basalt u.ä. verwendet, die natürlich bedingte Anteile an Asbestmineralien aufweisen können.

In diesem Zusammenhang wird z.B. im niedersächsischen Merkblatt zur Entsorgung von Straßenaufbruch (07/2012) darauf hingewiesen, dass der Bauherr zu ermittelten hat, ob beim Kaltfräsen in dem zu bearbeitenden Belag Asbest enthalten sein kann. Darüber hinaus ist für den in Schollen gewonnenen Ausbauasphalt die Asbestbestimmung für die abfallrechtliche Bewertung von Relevanz.

Zubereitungen mit einem Asbestanteil > 0,1 % dürfen nach der Gefahrstoffverordnung nicht mehr verwendet werden, abfallrechtlich handelt es sich um einen asbesthaltigen Baustoff, d.h. um einen gefährlichen Abfall.

Für die Asbestbestimmung werden zwei Methoden angegeben:

VDI 3866, Blatt 5: qualitative (Vor-)Prüfung
BIA 7487: quantitative Asbestbestimmung

Nach den niedersächsischen Vorgaben sollte die Untersuchung zunächst nach der qualitativen VDI-Methode erfolgen. Bei einem negativen Befund ist der Asbestverdacht ausgeräumt.

Werden Asbestfasern qualitativ nachgewiesen, ist in einem zweiten Schritt die BIA-Methode anzuwenden. Asbesthaltiges Material / gefährlicher Abfall liegt, wie oben erwähnt, bei einem Asbestbefund > 0,1 % vor.

Die erforderlichen Bestimmungen können in unserem Institut durchgeführt werden; als Ansprechpartner wenden Sie sich bitte an unseren Herrn Bien (Durchwahl -360) oder Herrn Sauerwald (Durchwahl -300).